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SOKO Zukunft Wirtschaft

025 Wirtschaft, Politik

Welthandelsbarrieren

Es ist nicht nur die gegenwärtige Blockade der Straße von Hormus, die zeigt, wie anfällig die engmaschig vernetzte Weltwirtschaft für Sabotage jeglicher Art ist. Wenn die globalen Lieferwege für Rohstoffe, Energie, Technologie oder Güter der Grundversorgung verstopft sind, steigen weltweit die Preise, und strategische Abhängigkeiten werden sichtbar. Kein Wunder also, dass Blockaden zur teils asymmetrischen Wunderwaffe im internationalen Wettbewerb um Marktanteile und Leadership mutieren.

Dabei scheinen die USA im derzeitigen Iran-Konflikt erkannt zu haben, dass Europa und Asien leichter in die Defensive zu drängen sind, wenn ihnen der Zugang zu wichtigen Handelsrouten versperrt wird. Und dass negative Auswirkungen auf die eigene Wirtschaft langfristig verkraftbar sind, wenn die größten globalen Mitbewerber*innen nachhaltig geschädigt werden. Wobei es diese, trotz allen Schadens, immer noch selbst in der Hand haben, neue Routen zu schaffen und den Welthandel an den USA vorbei wiederzubeleben.

  • Wann werden die USA ihren Einfluss auf Panama dazu nutzen, den Warenverkehr zwischen Asien und Europa weiter zu erschweren?
  • Wie lange werden es die Golfstaaten zulassen, die Straße von Hormus bzw. den Suezkanal unter dem Einfluss des Iran bzw. Amerikas zu belassen, anstatt über neue Allianzen für mehr Stabilität vor Ort zu sorgen?
  • Erhält die Nord-Ost-Passage an der fast ganzjährig eisfreien Nordküste Russlands bzw. die Chinesische Seidenstraße neue Impulse für die Schaffung einer eurasischen Achse?
  • Könnten die USA die Straße von Gibraltar blockieren, ohne mehr als nur diplomatische Gegenwehr zu erzeugen?